Umsetzung BKrFQG
(Quelle: BAG Sonderbericht - Güterkraftverkehr 06.10.2011)
...Ältere Fahrer stehen nach Erkenntnissen aus Marktgesprächen des Bundesamtes den Anforderungen zur Weiterbildung nach den Vorgaben des
Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes anfänglich oftmals skeptisch gegenüber.
Gleiches gilt für zahlreiche Unternehmen, bevor die Fahrer mit der Fortbildung im Rahmen des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes begonnen haben.
Diese Einstellung ändert sich regelmäßig nach dem Besuch des ersten Weiterbildungskurses.
Insgesamt sollen die gesetzlichen Bestimmungen dem gestiegenen Anforderungsprofil an Berufskraftfahrer Rechnung tragen.
Bislang haben zahlreiche Fahrer – vorwiegend kleinerer Unternehmen – noch nicht mit der Weiterbildung begonnen.
Wenn gleich der rechtzeitige Besuch der Weiterbildungskurse und die Eintragung der Schlüsselnummer „95“ in den Führerschein Aufgabe des Fahrers ist, wurden nach Erkenntnissen des Bundesamtes die Kurse von Fahrern,die bereits mit der Weiterbildung begonnen haben, in der Regel von den Unternehmen
bezahlt.
Anreiz hierfür dürfte in vielen Fällen das vom Bundesamt betreute Förderprogramm „Aus- und Weiterbildung“ sein, durch das ein Großteil der Kosten abgedeckt werden kann.
Durch die Vorgaben des Berufskraftfahrer-Qualifikations-Gesetzes reicht der Führerschein als alleiniges Qualifizierungsmerkmal für den Beruf des Kraftfahrzeugführers nicht mehr aus.
Vielmehr muss eine Grundqualifikation nachgewiesen werden.
Dies kann entweder durch die dreijährige Berufsausbildung zum Berufskraftfahrer geschehen oder durch eine Prüfung zur Grundqualifikation oder zur beschleunigten Grundqualifikation vor der zuständigen Industrie- und Handelskammer.
Insgesamt wurden in Deutschland im vergangenen Jahr 11.750 Prüfungen zur beschleunigten Grundqualifikation und 35 Prüfungen zur Grundqualifikation durchgeführt.
Bei Absolventen der beschleunigten Grundqualifikation handelt es sich häufig um Teilnehmer von Umschulungsmaßnahmen der Bundesagentur für Arbeit.
Nach Erkenntnissen des Bundesamtes wird diese Art der vergleichsweise schnellen Kraftfahrer-Ausbildung von Unternehmen bislang noch nicht verbreitet genutzt.
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